Winterfutter

Winterfutter

Nicht nur in Deutschland ist es eine lange Tradition, die Vögel zu füttern, die den Winter in heimischer Umgebung verbringen. An den Futterstellen lassen sich die Tiere aus nächster Nähe beobachten und kennen lernen. Dieses Erlebnis ist für Erwachsene und für Kinder gleichermaßen spannend und lehrreich. Und für Ihren Garten und die Natur sind Vögel von großem Nutzen. Sie sammeln im Frühjahr für ihre Jungen Raupen, Käfer und Läuse und räumen kräftig unter den vielen Schädlingen auf. Ein Grund mehr, diese freiwilligen Helfer anzulocken und heimisch zu machen.

Auf Ernährungsvorlieben achten

Das Futterangebot, das wir für die Vögel bereitstellen, muss auch den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Vogelarten gerecht werden, die in zwei große Gruppen aufgeteilt sind: die Körner- und die Weichfutterfresser.Zur Gruppe der Körnerfresser gehören unter anderem Meise, Fink und Spatz, zu den Weichfutterfressern gehören Amsel, Drossel, Star, Rotkehlchen, Wintergoldhähnchen und der kleine Zaunkönig. Die Weichfutterfresser gehen zwar auch an aufgehängte Futtertöpfe, aber sie sind mehr auf Beeren und Obst spezialisiert. Es können ihnen auch getrocknetes Obst oder frische, ganze Äpfel oder Birnen angeboten werden.

Futterstellen einrichten und sauberhalten

Berücksichtigen Sie auch die unterschiedlichen Fressgewohnheiten der Vogelsorten. Den Weichfutterfressern kann man im Schutz eines Baumes oder eines Gebüsches am Boden eine überdachte Stelle einrichten, die Schutz vor Wind und Schnee bietet. Ideal sind bodennahe Futtertische darauf bleiben die Körner länger frisch. Ein freier Ausblick nach allen Seiten sollte möglich sein, damit sie herannahende Feinde rechtzeitig entdecken können.

Für die Körnerfresser eignen sich Futterstellen, die getrennt von denen der Weichfutterfresser angeboten werden, damit Vogelarten mit unterschiedlichem „Temperament“ nicht miteinander in Konflikt geraten. Ihre Futterhäuschen oder Futtersäulen kann man frei an einem Ast hängend anbringen, am besten mit Versteckmöglichkeit zwischen Bäumen. Dabei kann es auch sinnvoll sein, mehrere kleine Futterstellen einzurichten, auf die sich die Vögel verteilen können.

Bieten Sie auch immer wieder frisches Wasser an. Gerade in Frostperioden tun sich Vögel schwer damit, ausreichend Trinkwasser zu finden. Liegt hingegen Schnee, gibt es dieses Problem nicht, dann bietet die weiße Winterdecke den Vögeln ausreichend Flüssigkeit.

Am winterlichen Futterplatz ist stets darauf zu achten, dass dieser sauber gehalten wird, damit sich keine Krankheitskeime in Futterresten oder im Kot entwickeln können. Am besten die Futterstellen täglich trocken ausfegen und einmal wöchentlich mit kochend heißem Wasser reinigen.

Und noch etwas kann man tun, um unseren einheimischen Singvögeln auch im Winter Nahrung zu bieten: Im Herbst den Garten nicht völlig ausräumen, sondern hohle Stängel, Blütenreste und Fruchtstände stehen lassen. In den abgestorbenen Pflanzenteilen sowie in aufgeschichtetem Reisig, in Holzstapeln und im Komposthaufen überwintern zahlreiche Insekten.

Nur im Winter oder ganzjährig füttern?

Die Fütterung sollte im Frühjahr nicht abrupt beendet werden, sondern ganz allmählich auslaufen, indem man immer weniger Futter anbietet. Allerdings ist es auch nicht schädlich, die Vögel das ganze Jahr über zu füttern. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das ganzjährige Ausbringen von Vogelfutter einen ergänzenden Beitrag zum Erhalt unserer Vogelvielfalt leisten kann.

 

 

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