Pflanzenanzucht

Pflanzenanzucht

Es ist sicher ein ganz besonderes, individuelles Erlebnis, seine eigenen Pflanzen aus Samen heranzuziehen. Wie groß hierbei der Erfolg ist, hängt von einigen Faktoren ab. Es kann durchaus vorkommen, dass die Samen trotz sorgfältiger Auswahl und Kontrolle nicht aufgehen. Manchmal sind die Samen zu alt oder auch schlecht konserviert. Damit aus Ihrem Samen eine prächtige Pflanze wird, sollten Sie einige Tipps berücksichtigen.

Schneller zum blühenden Beet – Blumenzwiebeln vortreiben

Will man sich früher im neuen Jahr an den ersten Blüten erfreuen, kann man Blumenzwiebeln in Töpfe setzen. Diese werden für mindestens drei Monate an einen kalten Ort gestellt und gegen Ende des Winters in einen wärmeren Raum geholt, um die Zwiebeln vorzutreiben, bevor sie ins Freie gepflanzt werden. Auch die Sommerblüher (Dahlien, Gladiolen, Knollenbegonien, etc.) können so schon Anfang des Jahres vorgetrieben werden und dann im Mai ins Freie gesetzt werden.

Pflanzenanzucht: Die richtige Erde und Keimbedingungen beachten

Verwenden Sie bei der Aussaat keine normale Blumenerde, denn diese enthält zu viele Düngesalze. Diese Salze können den Samen auslaugen und ihn verfaulen lassen. Besonders gut gedeihen die Sämlinge in nährstoffarmem Substrat wie zum Beispiel spezieller Anzuchterde oder Kokosfaser. Bewährt hat sich auch das Einweichen hartschaliger Samen vor dem Einsäen. Meist ist es notwendig die Samen leicht mit Erde zu bedecken. Die empfohlene Stärke beträgt 1 - 1,5 Mal die Größe der Samen. Die Erde dann leicht zusammendrücken. Zum Bewässern eignet sich kalkarmes Wasser, wie etwa Regenwasser. Das Aussaatgefäß immer gleichmäßig feucht halten und dieses nicht austrocknen lassen. Gleichmäße Keimtemperaturen sind ebenfalls wichtig, sie liegen je nach Samen zwischen  20° bis 28° Celsius. Auch die gute Belüftung des Aussaatgefäßes sollte berücksichtigt werden. Dieses entweder mit Belüftungslöchern versehen oder Kleingewächshäuser bevorzugen. Lassen Sie 1 bis 2 cm Abstand zwischen den Samen, damit sich die jungen Pflänzchen nicht gegenseitig behindern.

Pikieren (Umpflanzen) und das Wurzelwachstum anregen

Sobald die Sämlinge ihre jeweilige Pikiergröße erreicht haben, sollten sie in Spezialsubstrate umgesetzt werden. Dieser Zeitpunkt ist dann erreicht, wenn die Pflänzchen sich beengen und nicht mehr ausreichend mit Licht versorgt werden. Dabei die Sämlinge sehr vorsichtig herausheben, um die feinen Haarwurzeln nicht zu beschädigen, denn durch sie werden Wasser und Nährstoffe aufgenommen. Anschließend empfiehlt es sich, die Wurzeln der Jungpflanzen mit einem sogenannten Wurzelaktivator zu behandeln. Dieser regt das Wachstum der Hauptwurzeln an und sorgt dafür, dass die Pflanze schneller in ihrem neuen Topf anwächst und somit kräftig und gesund wachsen kann. Auch Mykorrhiza ist hierfür gut geeignet. Dieser spezielle Pilz haftet sich an die Pflanzenwurzeln und vergrößert dadurch die Wurzelfläche der Pflanzen. Mit seiner Hilfe kann die Pflanze mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen und prachtvolle Zier-oder Nutzpflanzen sind dadurch kein Problem.

Wichtig: Wässern Sie die Pflänzchen nach dem Pikieren gut an und schützen Sie sie vor Sonne und Zugluft. Grundsätzlich ist die Anzucht aller Samen ganzjährig möglich. Die geringeren Lichtverhältnisse im Winter führen nur zu einer etwas längeren Keimdauer.

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